Roger Willemsen – Germany

Roger Willemsen, geboren 1955, beendete sein Studium mit einer Promotion über die Ästhetik Robert Musils. Nach Tätigkeiten als Übersetzer und Korrespondent hatte er 1991 seine erste eigene Fernsehsendung bei Premiere, der sich “Willemsens Woche”, “Nachtkultur mit Willemsen” und “Willemsens Musikszene” anschlossen. Außerdem veröffentlichte er mehrere Bücher, drehte und produzierte zahlreiche Filme und zeichnete verantwortlich für das “Expo”-Projekt “Welcome home. Künstler sehen Deutschland”. (Mehr bei Perlentaucher.de).

Roger Willemsen – Germany

Als Nachfolger von Daniel Cohn-Bendit und Elke Heidenreich moderiert Roger Willemsen seit dem 3.2.2004 den „Schweizer Literaturclub“. Die renommierte und älteste Literatursendung im deutschsprachigen Fernsehen wird vom Schweizer Fernsehen am ersten Dienstag des Monats um 22 Uhr 15 ausgestrahlt und von 3sat am Sonntagmorgen wiederholt. Der Moderator Willemsen ist zugleich Gastgeber und Kritiker und wird, wie jeder andere Teilnehmer, pro Sendung eine Neuerscheinung besprechen und einen Literaturtipp abgeben.

Für den WDR 5 gestaltet Willemsen ab März 2004 eine alle zwei Wochen ausgestrahlte Serie zum Thema „Gefühlsausbrüche. Das Lyrische im Jazz“. Hier versucht er, anhand von musikalischen Beispielen, Jazz einmal nicht in der Entwicklung von Stilen, Formationen oder Biographien zu beobachten, sondern sich allein auf das Ausdruckshafte zu konzentrieren. (Mehr bei noa-noa.de).

Das neuste Buch:

Afghanische Reise, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3100921038, Willemsen beobachtet ein Land, das erste Schritte in den Frieden wagt, sich sammelt, Lebensfreude gewinnt und diese auch zeigt. Er spricht mit einfachen Frontsoldaten, Kommandanten und Generälen, trifft Drogenschmuggler, Nomaden und Weise, begegnet Verstörten und Traumatisierten, Menschenrechtlerinnen und Häftlingen, ehemaligen Mudschaheddin und Taliban-Funktionären, Fußballerinnen und Musikern. Er besucht Fabriken, Märkte, Schulen und den Ältestenrat eines Dorfes, ist Gast bei einer Verlobungsfeier und inszeniert eine Kinovorführung für Frauen und Kinder. Er überquert den lebensgefährlich verminten Salang-Pass, besucht die schwer zugänglichen Dörfer der Tadschiken, trifft turkmenische Kamelhirten in der Steppe und gelangt schließlich an die Ufer des mythischen Flusses Oxus, der die Grenze Afghanistans zu Turkmenistan, Tadschikistan und Usbekistan bildet. (Mehr bei Perlentaucher).

Das Guantanamo-Buch:

Hier spricht Guantanamo, Roger Willemsen interviewt Ex-Häftlinge, Zweitausendeins Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3861507579: Roger Willemsen hat sich auf die Suche nach ehemaligen Häftlingen gemacht und fünf von ihnen ausführlich befragt: Zwei Russen, einen Palästinenser, einen Jordanier und einen Afghanen. Ihre Lebensgeschichten reichen vom Arbeiter, den die Taliban gefangen nahmen und an die amerikanischen Behörden verkauften, bis zum Sprecher der Gefangenen, dem ehemaligen Botschafter Afghanistans in Pakistan … (mehr bei Perlentaucher).

Weitere Bücher:

Die Deutschen sind immer die anderen, Künstler sehen Deutschland. 40 Gespräche, Henschel Verlag, Berlin 2001, ISBN 3894873906;

Gute Tage, Begegnungen mit Menschen und Orten, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3100921003;

Deutschlandreise, Eichborn Berlin Verlag, Berlin 2002, ISBN 3821807180;

Kleine Lichter, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 310092102X;

Erotik, Fischer Taschenbuch Verlag, ISBN 3-596-16418-4;

Gute Tage, Fischer Taschenbuch Verlag, ISBN 3-596-16520-2 und ISBN 3-10-092100-3;

Kolumnenband ‘Unverkäufliche Muster’, Fischer Taschenbuch Verlag, ISBN 3-596-16733-7.

Audios:

Deutschlandreise, 2 Audio-CDs, Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3821852038;

Kleine Lichter, 2 CDs. Gekürzte Hörfassung, gelesen vom Autor, Kein und Aber Records, Zürich 2005, ISBN 3036911553;

link:

wikipedia.

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